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Einkochaktion für den Brotkorb

07.10.2011

Ergebnis der Aktion "Einkochen für den Brotkorb" übertrifft alle Erwartungen.

et Veldhausen / Nordhorn. Es war ein Bild wie aus dem Schlaraffenland: Dicht an dicht standen Hunderte von Gläsern mit Marmelade, Gelee, Apfelmus, Kompott und eingemachtem Gemüse auf den Tischen im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Veldhausen. Das Ergebnis der Erntedank-Aktion des evangelisch-reformierten Diakonischen Werkes Grafschaft Bentheim „Einkochen für den Brotkorb“ übertraf alle Erwartungen. Dabei war es eine ganz und gar spontane Aktion.

„Mir sind immer wieder die vielen Äpfel und Birnen an den Obstbäumen aufgefallen, die niemand erntet. Und in unserm Keller waren mir die Einweckgläser im Weg, die ich früher benutzt habe. Daraus entstand die Idee, Obst und Gläser zusammenzubringen und für die Brotkörbe einzukochen“, erzählt Dini Evers vom Diakonischen Werk und dankt den Initiatorinnen Johanna Egbers und Hilde Zwiens, die das Ganze in die Wege geleitet haben.

Mit dem Aufruf „Bislang ist es nur eine Idee“ wurde in den reformierten und altreformierten Kirchengemeinden in Veldhausen und in Lage um Obstspenden gebeten. Die Resonanz war überwältigend: Kisten, Säcke und Wannen voller Obst stapelten sich am Abgabetermin (Montag, der 19. September) im Gemeindehaus Veldhausen. „Wir waren echt überrascht, dass so viel zusammenkam“, sagt Johanna Egbers.

Danach musste sehr schnell die Verarbeitung organisiert werden. Die Landfrauen stellten eine Saftpresse zur Verfügung, die am Montag im Einsatz war. Am Dienstag waren im Gemeindehaus in Veldhausen in zwei Schichten jeweils bis zu 25 Freiwillige damit beschäftigt, das Obst und Gemüse vorzubereiten und einzukochen. „Das muss man sich vorstellen: Drinnen wurde in einem gemeinsamen ‚Stuhlkreis‘ geschält und geschnibbelt, in der Küche spülten einige Frauen Gläser und füllten das Obst ein. Draußen waren zehn Einkochkessel im Einsatz. Es roch köstlich, alles klebte, und die Stimmung war großartig“, berichtet Dini Evers begeistert.

Die Initiatorinnen staunen immer noch, wie zügig und reibungslos die Aktion über die Bühne ging. Das war maßgeblich dem Küsterehepaar Berndine und Berend Zwafink zu verdanken, die unermüdlich im Einsatz waren. Berend Zwafink hatte eine externe Stromversorgung eingerichtet, damit die vielen Einkochkessel gleichzeitig angeschlossen werden konnten und kümmerte sich darum, dass sie nicht zusammenbrach. In Lage koordinierte Rika Rottmann die Aktion. Dort lieferten die Familien Obst und Gemüse fertig verarbeitet an, es gab sogar „Pastorengelee“.

In Veldhausen waren die Pastoren Bernd Roters und Jan Hagmann im Einsatz, und auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Volker Hans schälte und zerkleinerte Obst. „Mir ist der Aspekt wichtig, dass bei dieser Aktion sehr viel Obst vor dem Vernichten bewahrt wurde“, sagt er.

 

Einkochen für Brotkorb

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