• Ev.-ref. Diakonisches Werk
    Grafschaft Bentheim

    NINO-Allee 4
    48529 Nordhorn
    Tel.: 05921 81 111-0
  • 1

"Coole, unvergessliche Zeit" geht zu Ende

Bis auf den letzten Platz sind alle Stühle in der Kapelle im Kloster Frenswegen an dem absolut heißesten Tag in diesem Jahr besetzt. Eltern und Vertreter und Vertreterinnen aus den Einsatzstellen habe es sich trotz der Hitze nicht nehmen lassen, bei der feierlichen Verabschiedung im Kloster Frenswegen anwesend zu sein. Seit Jahren verabschiedet das Ev.-ref. Diakonische Werk junge Menschen, die sich für ein Jahr in einer kirchlichen oder sozialen Einrichtung im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) engagiert haben. Die festliche Verabschiedung mit Zertifikatübergabe, Festreden und Darbietung der Freiwilligen gehören als fester Bestandteil am Ende vom Freiwilligenjahr dazu.

Diakonie weit über die Grafschaft Bentheim als Träger tätig

Nicht nur in der Grafschaft Bentheim sondern auch im Emsland und im ostfriesischen Raum ist die Diakonie langjährig als Träger der Freiwilligendienste tätig. Von Bad Bentheim bis nach Borkum betreut das Diakonische Werk in den 3 Formaten FSJ - BFD - BFD mit Flüchtlingsbezug über 100 Freiwillige. Die Einsatzstellen sind gerade bei uns als Träger sehr vielfältig. Schulen, Kindertagesstätten und Kinderkrippen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Krankenhäusern und Seniorenheimen, Kirchengemeinden, Einrichtungen für Menschen mit seelischen Behinderung, eine Galerie, Familienferienstätten auf Borkum alles Ort, wo sich junge Erwachsene für ein Jahr sozial engagiert haben.

Der Zahn der Zeit steht nie still und so haben sich auch die Inhalte der 25 Bildungstage immer wieder verändert. Alte Zöpfe werden auch mal abgeschnitten und so hat man sich schon von dem ein oder anderen Kennenlernspiel verabschiedet. Neue Methoden und Inhalte sind in die Bildungsarbeit aufgenommen worden, vor allem "Erlebnispädagogische Einheiten" kommen bei den Freiwilligen besonders gut an.

O-Töne der Freiwilligen

"Ein Freiwilligendienst lohnt sich immer. Einen so intensiven Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen, hat mir neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft eröffnet", sagt Venja, die ein BFD in der Kinderkrippe Gänseblümchen gemacht hat. Venja schwärmt begeistert von dem vergangenen Jahr und kann es nicht abwarten, dass ihre Ausbildung zur Erzieherin beginnt. Fragt man die Freiwilligen selbst, was ihnen die zurückliegenden 12 Monate gebracht haben, hört man immer wieder Antworten wie: "Ich haben mich in meiner Persönlichkeit weiterentwickelt! Ich konnte neue Freundschaften knüpfen! Die vom Ev.-ref. Diakonischen Werk organisierten Fachtage und Seminarwochen waren immer eine gute Ergänzung zum Arbeitsalltag." Eine weitere Erfolgsgeschichte beschreibt die BFDlerin Kyra. Sie hat sich für ein Jahr im BFD in der Senioreneinrichtung vom SDN Zur Würde in Uelsen engagiert. Mir wurde umsichtig und passend Verantwortung von meiner Anleiterin übertragen. Die 20-jährige ist sich jetzt ganz sicher, dass ihr Traumberuf in der Altenpflege liegt und sie beginnt im Anschluss an den FWD ihre Ausbildung. Bei dem derzeitigen Fachkräftemangel in vielen Bereichen stellt der Freiwilligendienst eine riesen Chance für die Einsatzstellen dar, neue Mitarbeitende zu gewinnen.

Landrat Kethorn spricht von Wertschätzung und Respekt

"Dieser Dienst verdient großen Respekt", sagt Friedrich Kethorn "und ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft". Natürlich sind auch die Freiwilligen selbst zu Wort gekommen und haben ein kurzweiliges Programm vorgeführt. Ein besonderer Moment kam auf, als das Lied "Ein Hoch auf uns!" von Andreas Bourani in der Kappel ertönte. An den unterschiedlichen Darbietungen der FSJler und BFDler erkennt man die Motivation und Lebensfreude der Engagierten. "Ich folge immer gerne der Einladung der Diakonie" sagt Friedrich Kethorn und bedankt sich für das Engagement in der Region. In seinem Grußwort betont der Landrat seine Wertschätzung und den Respekt für das soziale Engagement so vieler junger Menschen.

Rosen überreicht vom Geschäftsführer des Diakonischen Werkes

"FSJler und BFDler sind eine wichtige und wertvolle Unterstützung in den sozialen Einrichtungen", betont Volker Hans, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in seiner Rede. "Das persönliche Engagement der Freiwilligen, eine Bereicherung für unsere vielen Einsatzstellen. Sie waren dort, wo Menschen Hilfe brauchten", sagt Volker Hans, "Freiwillige übernehmen oft wichtige Aufgaben, für die sonst niemand Zeit hat". Mit der Übergabe der Zertifikate und einer Rose ist das Jahr nun fast zu Ende und vor den jungen Erwachsenen liegt die nächste Herausforderung: Ausbildung, Schule, Studium oder auch einfach ein Jahr ins Ausland Work an Travel.

Auf die Reise in den nächsten Lebensabschnitt schenkte Herr Volker Hans die Geschichte von Dr. Eckhart von Hirschhausen: Die Pinguin-Geschichte... oder *Wie man sich in seinem Element fühlt*.

Erlebnispädagogik trifft den Geschmack der Freiwilligen

Am heißesten Tag des Jahres wurden die Boote für fast 100 Personen in Hestrup in die Vechte gelassen. Gerade bei der gemeinsamen lockeren und lustigen Kanufahrt zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Teamgeist und Kommunikation sind, damit die Boote ruhig und sicher über die kleinen Herausforderung auf der Strecke von Hestrup bis nach Nordhorn zum Vechtesee kommen.

Das Team Freiwilligendienste sagt DANKE!

Download
Download this file (Grafschafter_Nachrichten_20180731_15_1.pdf)GN Artikel[Copyrigt liegt bei den Grafschafter Nachrichten 31.07.2018 - Autor und Foto: Günter Plawer]1126 kB
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok